Mitarbeit

Bürgerantrag Streichelzoo

Stadt Moers
– Ausschuss für Bürgeranträge –
47439 Moers

 

Jan Laakmann
47441 Moers, 22.04.2020

 

Bürgerantrag auf sofortige Rückkehr der Tiere in den Streichelzoo und Erhalt von diesem
und 
Stellungnahme der Verwaltung bezüglich der Planungen für den Streichelzoo

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

mit Bedauern musste ich feststellen, dass die Tiere aus dem Moerser Streichelzoo, bis auf wenige Ausnahmen, verschwunden sind. Ich erinnere mich noch, wie ich als kleiner Junge es genossen habe, die Tiere dort zu besuchen.

Dieses einzigartige Erlebnis, welches in der heutigen Zeit im öffentlichen Raum eher selten ist, wollte ich meinem Sohn (1 Jahr) auch vermitteln. Er hat die Besuche der Schafe, Alpakas, Gänse, Enten, Ziegen, Hühner usw. immer sehr genossen. Doch jetzt mussten wir feststellen, dass die Tiere verschwunden sind.

Es wird mit einem kleinen Schild darauf hingewiesen, dass die Tiere verliehen sind (Es geht nicht hervor wie lange). Wobei ich allein dies schon fragwürdig finde, Tiere an einen privaten Tierpark zu verleihen. Gerade in Zeiten der Corona-Krise hätten Familien auf dem weitläufigen Areal Ablenkung für ihre Kinder gehabt.

 

Daher meine Forderung die Tiere umgehend zurückzuholen.

 

Das eine Nachfrage besteht, lässt sich daran erkennen, dass ein privater Betreiber einen Tierpark in Kamp-Lintfort eröffnet um die Attraktivität zu steigern und die Stadt Moers verleiht ihre Tiere kostenlos dorthin und mindert die Attraktivität der eigenen Stadt. Nach dem Verhalten der Stadt Kamp-Lintfort im Zuge des Wegganges des Finanzamt Moers nach Kamp-Lintfort ist eine interkommunale Zusammenarbeit gestört, welche solch ein selbstloses Verhalten merkwürdig erscheinen lässt.

Ob überhaupt im Tierpark in Kamp-Lintfort vermerkt ist, dass diese Tiere leihweise aus Moers sind (um den positiven Landesgartenschau-Effekt für Moers mitzunehmen), ist da nur eine Frage am Rande dieser unverständlichen Handlung.

Der Bürgermeister möchte sich erst nach der Kommunalwahl zum Streichelzoo äußern. Insofern liegt der Verdacht nahe, dass im Vorfeld Tatsachen geschaffen werden sollen. Alle Fraktionen im Rat der Stadt Moers sollten sich dazu äußern, wie sie zum Moerser Streichelzoo stehen, da es Gespräche mit Fraktionen des Moerser Rates zu einer Abschaffung oder Nutzung des Streichelzoos ohne Tiere geben soll.

Hier lautet meine Frage mit welchen Parteien wurden diese Gespräche geführt und was waren die Ergebnisse dieser Beratungen.

Das seit 2017 über den Streichelzoo debattiert wird und von der Verwaltung bisher keine Konzepte vorgelegt wurden, verstärkt den Verdacht, dass durch die Hintertür eine Schließung vorbereitet wird. Ansonsten ist es fahrlässig so ein Kleinod wie den Streichelzoo nicht durch neue Konzepte stärker aufzustellen.

Möglicherweise muss das Konzept des Moerser Streichelzoo angepasst werden, dies zu prüfen und Vorschläge zu machen, wäre Aufgabe der Verwaltung.

Möglichkeiten gäbe es da in verschiedenster Weise. Zur Finanzierungsunterstützung könnten Futterautomaten aufgestellt werden. Eine Erweiterung wäre auch möglich, da die Flächen des alten Sportplatzes des Gymnasiums in den Filder Benden und des Moerser Turnvereins zur Verfügung stehen würden, um die Fläche für einen Betreiber attraktiver zu machen. Kooperationen mit Vereinen wären zudem Möglichkeiten, oder Führungen kleiner Gruppen, welche gegen Eintritt oder mit MoersPass möglich wären. Patenschaften für einzelne Tiere wären weitere Möglichkeiten. Bürger könnten leihweise dem Streichelzoo ihre Tiere zur Verfügung stellen.

Leider sieht es im Moment im Streichelzoo so aus:

Ich hoffe, dass mein Antrag ein positives Feedback bekommt und alle Fraktionen des Moerser Rates sich für einen Erhalt des Streichelzoos und für die Rückkehr der Tiere einsetzen.

 

Liebe Grüße von einem Moerser Streichelzoo Fan

Jan Laakmann

Coronapandemie: Fraktionsarbeit online

Wie viele andere Unternehmen, Verwaltungen, Institutionen, öffentliche Einrichtungen, Vereine, Parteien, etc. kann auch die Fraktion „Freie Bürgerliste Moers“ während der Coronapandemie nur per Video-Konferenz tagen.