Programm der FBM zur Kommunalwahl 2020

Stand 17.06.2020

 

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

am 27.04.2020 gründete sich die unabhängige Wählervereinigung „Freie Bürgerliste Moers“. Die Freie Bürgerliste Moers (FBM) versteht sich als Interessensvertretung der Bürgergesellschaft in der Stadt Moers nach dem Motto "Von Bürgern, mit Bürgern, für Bürger".

Die FBM ist bereits seit Januar 2020 in der Bürgerschaft vertreten. Nachdem sich ehemalige Fraktionsmitglieder von der FDP losgesagt haben, bildeten sie unter dem Namen „Freie Bürgerliste Moers“ eine eigene unabhängige Fraktion.

Gründungsmitglieder der FBM sind die erfahrenen Ratsmitglieder Paul Süßer und Otto Laakmann. Dem Gründungsvorstand gehören Christian Voigt (1. Vorsitzender), Heinz Dams und Otto Laakmann (stellvertretende Vorsitzende), Yvonne Dams (Schriftführerin) und Rudolf Ehrhardt (Kassierer), sowie Paul Süßer (Fraktionsvorsitzender FBM) als Mitglied an.

 

Freie Bürgergesellschaft

Die FBM engagiert sich für die freiheitliche Bürgergesellschaft. Wir wollen eine Stadt, die ihre Stärke aus dem Vertrauen ihrer Bürgerinnen und Bürger zieht. Kinder und Jugendlichen gilt es genauso eine Stimme zu geben, wie sich um die Belange der Senioren zu kümmern.

Wir vertrauen und bauen auf die mündigen Bürgerinnen und Bürger, die ihr Leben selbst bestimmen. Eine freie Bürgergesellschaft lebt von seiner individuellen Stärke, seiner Bereitschaft, Verantwortung für sich und seine Mitbürgerinnen und Mitbürger zu übernehmen, seinem Engagement, alleine oder im freiwilligen Zusammenschluss mit anderen. Die Bürgergesellschaft entsteht vor Ort durch das Miteinander und Füreinander der Bürgerinnen und Bürger. Vom Einsatz ehrenamtlich und gemeinnützig tätiger Menschen leben Gemeinschaften und Kommunen.

Die Freie Bürgerliste Moers steht für eine Gesellschaft der Toleranz und der Vielfalt ohne Bevormundung von oben. Konflikt- und Teamfähigkeit in Politik und Gesellschaft, wertorientiertes und problemlösendes Denken erwächst nur aus einer Kultur der Freiheit und Verantwortung.

Die FBM kämpft für Offenheit und Transparenz bei allen politischen Entscheidungen.

Die unabhängige Wählervereinigung unterstützt daher ehrenamtliches bürgerschaftliches Engagement in Vereinen, Kirchengemeinden, sozialen Einrichtungen und sonstigen Gesellschaftsorganisationen als Ausdruck von Eigeninitiative und Eigenverantwortung. Dieses hat besondere Bedeutung in der Corona-Zeit.

 

Stadtentwicklung

Die Stadtplanung im Innenstadtbereich muss den Anforderungen der Zukunft, aber auch der Historie gerecht werden. Für die Planung unserer Heimatstadt Moers gilt somit eine behutsame Weiterentwicklung neuer Wohn-, Gewerbe- und Einzelhandelsflächen, die sich harmonisch in das historische Flair der Altstadt, des Schlossparks und der historischen Wall- und Grabenanlage einpasst.

Die Stadt muss hierfür die Rahmenplanung vornehmen. Das moersKonzept/der Masterplan Innenstadt und das daraus resultierende integrierte Handlungskonzept sind wegweisend. Forderungen nach Wiedererrichtung früherer Gebäudeensemble –wie das Bügeleisen auf dem Kastellplatz oder das Mattorn am Neumarkt– werden von uns nicht unterstützt. Der Kastellplatz muss als zentraler Innenstadtplatz erhalten bleiben. Nur so kann Moers seine Anziehungskraft und Alleinstellungsmerkmal bei Besuchern zur Kirmes und dem Weihnachtsmarkt erhalten.

Die Erreichbarkeit unserer Innenstadt mit dem PKW ist für die FBM weiterhin ein wichtiges Ziel. So ist für die FBM eine Tiefgarage vom Königlichen Hof bis zur Trotzburg-Kreuzung mit beiderseitigen Ein- und Ausfahrtmöglichkeiten eine wichtige Zukunftsmaßnahme bei der eventuellen Sperrung des Neuen Wall für den Individualverkehr oder auch als Alternative für einen autofreien Kastellplatz.

Die durch den neu entstehenden Berufskolleg-Campus freiwerdenden Flächen im Bereich des heutigen Mercator-Berufskollegs und des Hermann-Gmeiner-Berufskollegs müssen im Rahmen einer ganzheitlichen Innenstadtplanung betrachtet werden. Das gilt auch für die Nachnutzung der Fläche des früheren Finanzamtes Moers.

Bei der Planung neuer Wohngebiete im Stadtgebiet Moers ist für die FBM wichtig, eine gute soziale Mischung zu erreichen. Soziale Brennpunkte müssen vermieden werden. Bei den Planungen muss gewährleistet sein, dass kein Stadtteil vernachlässigt oder bevorzugt wird. Die FBM unterstützt daher Wohnquartiere zu entwickeln.

Ein wichtiger Gesichtspunkt bei der Stadtplanung ist die Vorhaltung von geeigneten Gewerbeflächen für unsere Wirtschaft, weil sie maßgeblich die finanziellen Möglichkeiten der Stadt Moers beeinflusst. Darüber hinaus muss auch wohnortnahes Arbeiten ermöglicht werden, weil Moers derzeit noch eine Auspendlerstadt ist.

Die FBM setzt sich dafür ein, dass in Moers eine Politik betrieben wird, die vorrangig ansässige Unternehmen unterstützt, Arbeitsplätze schafft und neue Gewerbetreibende anzieht.

 

Mobilität

Nach Auffassung der FBM ist Mobilität in unserer Gesellschaft ein Grundbedürfnis und unverzichtbar für Freiheit, individuelle Lebensqualität, Wirtschaftswachstum und Wohlstand. Die Mobilität umfasst den gesamten Individualverkehr (Fußgänger, Fahrrad, E-Bikes, Pedelecs, PKW, Öffentlicher Personennahverkehr).

Individuelle Mobilität ist für uns eine Voraussetzung dafür, die Angebote des Arbeits- und Freizeitlebens auch wirklich ausschöpfen zu können.  Das Platzproblem auf den Moerser Straßen wird zunehmend eine Belastung für die Moerser Bürgerinnen und Bürger. Die Corona-Pandemie hat gezeigt, dass auch in Moers die Steigerung eines nachhaltigen Verkehrs möglich ist. Das neue Radgesetz NRW muss für Moers offensiv genutzt werden. Die Verwaltung muss in die Lage versetzt werden, die Chancen, die das neue Radgesetz NRW bietet, zu nutzen. Die FBM sieht den Radverkehr als wichtigen Teil zu einer zukunftsfähigen Mobilität in Moers.

Hier gilt es das Fahrrad/E-Bike als krisenfestes und nachhaltiges Verkehrsmittel zu fördern. Oberste Priorität muss daher die Schaffung von sicheren Bedingungen für den Rad- und Fußverkehr sein. Bereits im Mai 2010 wurde die Stadt Moers als 61. Mitgliedsstadt in die "Arbeitsgemeinschaft fußgänger- und fahrradfreundlicher Städte, Gemeinden und Kreise in Nordrhein-Westfalen (AGFS)" und seit 2016 im "Zukunftsnetz Mobilität NRW" aufgenommen. Im Herbst 2019 hat der Rat der Stadt Moers den Klimanotstand ausgerufen.

Moers gibt sich als fahrradfreundliche Stadt am Niederrhein. Allerdings ist das Radwegenetz und der Zustand einzelner Radwege in vielen Bereichen der Stadt Moers stark verbesserungswürdig. Die Erreichbarkeit der Innenstadt und fast aller Moerser Schulen mit dem Rad muss verbessert werden. Dazu gehören auch moderne, funktionale und ausreichende Fahrradabstellplätze.

In allen Aussagen zur Zukunft der Mobilität spielen Fuß- und Radverkehr in den städtischen Räumen eine bedeutende Rolle. Das jetzige Angebot an Radwegen bietet keinen besonderen Reiz zur Arbeit, zur Schule, zum Shoppen oder für Freizeitaktivitäten in der Innenstadt zu radeln.

Die FBM unterstützt daher die Schaffung einer leistungsfähigen Radinfrastruktur! Damit sind sichere Wege, aussagekräftige Beschilderungen und funktionale Abstellanlagen gemeint. Sichere Radwege bedeuten auch Sicherheit für Fußgänger – besonders für mobilitätseingeschränkte Fußgänger, auch werden Konflikte mit PKWs vermindert.

Unsere Stadt braucht eine insgesamt gut durchdachte Infrastruktur. Daher ist das so genannte „Moerser Rund“ wieder in den Fokus zu nehmen. Nur so lassen sich die Anforderungen des ÖPNV und des Individualverkehrs im nördlichen und östlichen Stadtbereich zufriedenstellend lösen. Für den Berufskolleg-Campus gibt es dadurch auch eine vernünftige Einbindung in die städtische Verkehrsinfrastruktur.

Der ÖPNV mit Bussen sowie der Individualverkehr mit PKW und Taxen sollen dort gefördert werden, wo ihre jeweiligen Stärken liegen.

Die Schienenanbindung von Moers an das regionale und nationale Schienennetz ist in den letzten Jahren zwar besser geworden, trotzdem besteht noch sehr viel Luft nach oben. Daher unterstützt die FBM alle Aktivitäten, die für die Moerserinnen und Moerser eine Verbesserung der Zugverbindungen darstellen.

Die FBM setzt sich für den Ausbau einer „Grünen Welle“ für den Auto-Verkehr in Moers ein. Durch derartige Maßnahmen lassen sich die Lärm-, Feinstaub- und CO2-Belastungen deutlich verringern. Die Fahrzeuge der Paketauslieferungsdienste belasten unsere Straßen – die Stadt muss darauf einwirken, dass kleine, umweltfreundliche Fahrzeuge eingesetzt werden.

 

Wirtschaft und Finanzen

Unser Wohlstand ist darauf gegründet, dass Menschen unternehmerische Ideen entwickeln und umsetzen. Das ist persönliche Verantwortung für sich selbst und auch für die Mitarbeitenden. Von der persönlichen Verantwortung kann sich niemand freikaufen.

Nur eine offene Wirtschafts- und Finanzpolitik gibt unserer Stadt Moers den Handlungsspielraum zurück, um zukunftsfest zu werden. Dazu gehört eine leistungsfähige unabhängige Wirtschaftsförderung, die offensiv die Ansiedlung neuer Firmen und Start-Ups unterstützt. Darüber hinaus ist eine gute Beziehungspflege zu den Standortfirmen unerlässlich, um zu verhindern, dass sie in andere Kommunen abwandern.

Die Standortvorteile von Moers wurden bei der Pflege des Wirtschaftsstandorts nicht immer voll genutzt. Die örtliche Abgaben- und Steuerpolitik wirkte sich in den letzten Jahren negativ auf unseren Wirtschaftsstandort aus.

Aus den Fehlern der Vergangenheit muss unbedingt gelernt werden. Die WIR4-Kooperation zwischen Moers, Neukirchen-Vluyn, Kamp-Lintfort und Rheinberg hat in den letzten Jahren zu einer Benachteiligung von Moers im Wirtschafts- und Bildungsbereich geführt. Dadurch sind unserer Stadt Gewerbesteuern weggebrochen ohne Ausgleich durch Neuansiedlungen. Dies wollen wir in Zukunft verhindern.

Hierbei muss auch über eine Senkung der Gewerbesteuern nachgedacht werden.

Die zu hohe Grundsteuer B in Moers muss gesenkt werden. Dadurch verringern sich auch die Mieten. Daher müssen alle freiwilligen Leistungen und auch Pflichtleistungen, für die in Moers freiwillig mehr ausgegeben wird als gesetzlich gefordert, auf einen kritischen Prüfstand.

In Moers fehlen Flächen für die Ansiedlung von Firmen mit 24stündigen Betriebszeiten. Wir treten dafür ein, dass der Regionalverband Ruhr (RVR) seine Planungshoheit für Moers nicht –wie in der Vergangenheit– missbraucht wie es in Kohlenhuck geschehen ist. Moers gehört zum Niederrhein. Die Zugehörigkeit zum RVR als Ruhrgebietsorganisation ist falsch und hat Moers bisher nur Nachteile gebracht.

Die FBM setzt sich dafür ein, dass die Anlieger bei Straßenausbauplanungen der Stadt Moers frühzeitig eingebunden werden. Somit können sie die Planungen vor ihrer Haustüre und die von ihnen zu tragenden Kosten beeinflussen. Politisch befürwortet die FBM die Abschaffung der Straßenausbaubeiträge auf Landesebene.

 

Ordnung und Sicherheit in Moers

Die FBM ist dem Kampf gegen Diskriminierung und der Stärkung von Minderheitsrechten in besonderer Weise verpflichtet. Gerade bei Rechten von Minderheiten zeigt sich, wie sehr eine Gesellschaft die Freiheit aller Bürgerinnen und Bürger schützt. Wir sind eine Wählergemeinschaft in der Mitte unserer Bürgergesellschaft und stellen uns gegen Links- und Rechtsradikalismus.

Die FBM setzt sich dafür ein, dass die Freiheit und Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger in einer demokratischen Gesellschaft gewährleistet werden. Die Freie Bürgerliste Moers ist gegen einen Überwachungsstaat, aber für eine Kultur des Hinsehens und Helfens. Dazu kann jeder beitragen.

Das fängt bereits in unserem unmittelbaren Umfeld an. Ein leidiges Thema ist hierbei die Entsorgung von Müll im öffentlichen Bereich zu Lasten aller Einwohner in Moers. So wird immer wieder im Bereich von Altkleider- und Glas-Containern Müll abgelegt, der dort nicht hingehört. Wir haben eine sehr gut organisierte Abfallentsorgung von ENNI in Moers. Daher braucht niemand zu Lasten aller Moerser seinen Müll in der Öffentlichkeit entsorgen. Wir unterstützen daher ENNI und die Stadtverwaltung, konsequent die Müllsünder zu verfolgen.

In der von uns gewünschten freien Bürgergesellschaft in Moers muss die Sicherheit garantiert sein. Alle Moerserinnen und Moerser sollen sich zu Hause und in der Öffentlichkeit wohl und sicher fühlen. Rechtsfreie Räume darf es nicht geben. Wir unterstützen deshalb die vielfältigen Aufgaben unserer Polizei und der Ordnungskräfte.

Der mangelnde Respekt gegenüber uniformierten Gesellschaftsvertretern von Bundeswehr, Feuerwehr, Ordnungskräften, Polizei und Rettungskräften wird von uns schärfstens missbilligt und gehört konsequent verfolgt. Feuerwerkskörper oder ähnliches gegen Rettungskräfte oder Polizisten sind keine Kavaliersdelikte, sondern Straftaten.

Seit 2015 werden die meisten der rund 10.000 Straßenlaternen im Moerser Stadtgebiet nachts  ausgeschaltet. Für die Bürgerinnen und Bürger der Stadt Moers ist die Rücknahme der Nachtabschaltung ein wesentliches Bedürfnis. Das Ende der Nachtabschaltung gehört zum Sicherheitsempfinden der Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt Moers.

Die ENNI wurde beauftragt, eine intensive Umstellung auf moderne Energiesparbeleuchtung unter Berücksichtigung einer Reduzierung von Lichtverschmutzung und modernen Beleuchtungskonzepten zu planen. Die FBM spricht sich für das Ende der Nachtabschaltung aus. Die FBM unterstützt die flächendeckende, kosteneffizientere und nachhaltige Umrüstung und Modernisierung des Moerser Laternennetzes.

 

Kinder, Jugend, Junge Erwachsene, Senioren und Familien

Im demographischen Wandel sehen wir sowohl Chancen als auch Risiken in der großen Herausforderung für unsere Stadt. Die Alterung der Bevölkerung und die Zunahme des Anteils von Menschen mit Migrationshintergrund sind die Hauptkennzeichen der demographischen Entwicklung in Moers. Kinder- und Familienfreundlichkeit hat für uns Priorität. Mutter, Vater, Kind – dieses Gefüge ist heute nicht mehr selbstverständlich. Gleichgeschlechtliche Paare, Patchwork-Familien unterschiedlichster Ausprägung gehören heute zum Alltag.

Die FBM steht für ein modernes Familienbild. Wir stehen für Akzeptanz der Vielfalt und unterstützen ein konstruktives Miteinander. Wir stellen uns gegen jedwede Art der Diskriminierung.

Die FBM macht sich stark für die Unterstützung von Familie in Moers. Die Stadt hat eine Verpflichtung für ausreichend bezahlbaren Wohnraum für Familien mit Kindern zu sorgen. Wir werden dies bei der Stadtplanung mit im Fokus haben.

Bildung ist der Schlüssel einer sozialen Gesellschaft. Daher muss Bildung jedem –insbesondere Kindern und Jugendlichen– zugänglich gemacht werden.

Die FBM steht für ein flächendeckendes Betreuungs- und Bildungsangebot für Kinder in Moers. Eltern und Familien sind wichtige Säulen in unserer Stadt. Ihre Leistung muss stärker wertgeschätzt werden. Daher gilt es sie auch stärker zu unterstützen und finanziell zu entlasten.

Solidarität ist das Bindeglied zwischen den Generationen. Insbesondere für unsere älteren Mitbürgerinnen und Mitbürger gilt es, für ausreichende Bildungs-, Betreuungs- und Pflegemöglichkeiten zu sorgen.

Ältere Menschen möchten so lange wie möglich ein selbstbestimmtes Leben im gewohnten und selbstgewählten Umfeld führen. Für die nachberufliche Phase wünschen sich die Moerserinnen und Moerser, diese aktiv zu gestalten und sich eventuell auch gesellschaftlich einzubringen. Bei Unterstützungsbedarf oder bei einer späteren Pflegebedürftigkeit soll die Versorgung gesichert sein.

Um dies zu gewährleisten ist es notwendig, Quartiere und Sozialräume barrierefrei zu gestalten, Gesundheitsversorgung und Infrastruktur vor Ort zu gewährleisten und eine gemeinwesensorientierte Seniorenarbeit zu fördern.

Die FBM unterstützt daher die Entwicklung von Quartieren und Koordination von Netzwerken, damit die Angebote und die Versorgungsstrukturen in den Stadtteilen optimiert werden.

 

Bildung

In der Verbesserung der Bildungschancen aller Kinder und Jugendlichen sehen wir die zentrale Gerechtigkeitsfrage unserer Zeit, denn die individuelle Qualifikation und praktische Lebenstüchtigkeit im Alltag entscheiden über Aufstiegschancen.

Die Grundlagen für die Bildung werden im öffentlichen Bereich in den Moerser Kitas geschaffen. Die FBM setzt sich für einen weiteren Ausbau der U3- und der Ü3-Betreuung und flexible Öffnungszeiten ein. Tagesmütter müssen frei von bürokratischen Gängelungen einen weiteren Baustein einer flexiblen Kinderbetreuung darstellen.

Jedes Kind und jeder Jugendliche sind anders. Und für jeden will die FBM das passende Bildungsangebot in Moers vorhalten. Wir setzen uns weiterhin dafür ein, dass die Schulen in einem guten baulichen Zustand erhalten bleiben.

Die Zentralität von Moers ergibt sich neben der Einkaufsstadt auch durch den Schulstandort mit den drei Berufskollegs (künftig Berufsschul-Campus), den vier Gymnasien, den drei Gesamtschulen, der Realschule, der Hauptschule, der Förderschulen und den vielen Grundschulen in fast allen Stadtteilen. Die FBM unterstützt auch weiterhin, dass Moers entsprechend seiner Bedeutung Hochschulstandort wird.

Die Digitalisierung der Arbeitswelt und unseres Lebensumfelds schreitet unaufhaltsam voran. Beim Einsatz digitaler Lehr- und Anwendungsmittel in den Moerser Schulen gibt es immer noch erheblichen Nachholbedarf. Dies hat sich leider während der Corona-Pandemie zum Nachteil unserer Schülerinnen und Schüler deutlich dargestellt. Glasfaseranschlüsse für alle Schulen sind zwingend notwendig. Ohne diese Anschlusstechnik sind alle innerschulischen Bemühungen Flickwerk.

Die FBM setzt sich auch weiterhin für eine zukunftsorientierte Digitalausstattung der Schulen ein und wird mit ihren Forderungen nicht nachlassen. Wir sind es unseren Kindern –aber auch allen Lehrkräften– schuldig.

 

Gesundheits- und Sozialwesen

Das Gesundheitswesen ist einer der größten Arbeitgeber in Moers mit ca. 20 % aller Arbeitsplätze. Zwei Krankenhäuser und eine Vielzahl von Arzt-Praxen, Therapie-Einrichtungen, ambulante und stationäre Pflegeeinrichtungen bieten Arbeitsplätze in der Stadt. Darüber hinaus sind in Moers Firmen als internationale IT-Serviceanbieter für das Gesundheitswesen angesiedelt.

Wir sehen in der Ausbildung qualifizierter Berufsangehöriger für das Gesundheitswesen eine wesentliche Gemeinschaftsaufgabe. Hier bildet der zukünftige Berufskolleg-Campus Moers eine gute Grundlage. Dies wird von der FBM unterstützt.

Die Corona Pandemie hat uns allen aufgezeigt, wie wichtig die Menschen z.B. im Gesundheits- und Sozialdienst für unsere Gemeinschaft sind. Die Attraktivität dieser Berufe ist deutlich verbesserungswürdig. Soziale Gerechtigkeit basiert auf Solidarität und Subsidiarität. Daher tritt die FBM für mehr Lohngerechtigkeit und menschenwürdige Arbeitsplätze und -bedingungen ein.

 

Kultur und Tourismus

Die Förderung von Kunst und Kultur ist ein wichtiges Anliegen der FBM. Kunst und Kultur spiegeln den Zustand einer Gesellschaft wider und treiben deren Entwicklung voran. Die FBM setzt sich für den Erhalt der kulturellen Infrastruktur (Theater und Festivals) und der Entwicklung neuer Formate ein.

Kultur schafft Identität. Kultur integriert den Menschen in die Gemeinschaft. Sie trägt in einem wesentlichen Maße zur Bildung bei, baut Vorurteile ab und bereichert das Leben. Für lebendige Städte mit hoher Lebensqualität ist ein abwechslungsreiches und reichhaltiges Kulturangebot unverzichtbar. Kunst und Kultur sind die Grundlagen unserer lebendigen Moerser Gesellschaft.

Die Freie Bürgerliste Moers wird darauf achten, dass in Moers die urbanen Kernfunktionen für eine attraktive Großstadt in den Bereichen Kultur, Bildung und Sport erhalten bleiben und wenn notwendig erneuert werden.

Zur kulturellen Vielfalt in Moers gehören neben dem Schlosstheater, die Bücherei, das Grafschafter Museum im Moerser Schloss, das alte Landratsamt und die Musikschule. Das Moers-Festival und Comedy-Arts-Festival sind erfolgreich in der ENNI-Eventhalle am Solimare neu aufgestellt und zukunftssicher gestaltet.

Die FBM unterstützt die Stadtmarketinggesellschaft bei der Planung eines Parkfestes, das dem Charakter des Schlossparks angemessen ist.

Der Tourismus in unserer Region gewinnt immer mehr an Bedeutung. Ein besonders zukunftsträchtiges Feld für den Tourismus könnte in Moers die Kultur und die Stadtgeschichte sein. Kurzzeitreiseangebote mit einer Mischung aus kulturellen, naturnahen und städtetouristischen Elementen liegen im Trend, z. B. eine Fahrradtour mit einem Städteaufenthalt und dem entsprechenden Kulturangebot.

Hierbei unterstützt die FBM insbesondere Projekte der Euregio Rhein-Waal in der Zusammenarbeit der Grenzregionen am unteren Niederrhein in den Niederlanden und Deutschland.

 

Parkanlagen und Freizeitflächen

Einen wichtigen Rahmen für die Wohn- und Arbeitsbereiche in der Stadt Moers bilden die Parkanlagen und Freizeitflächen. Insbesondere die Freizeitflächen im Bereich des Solimares, des an die Innenstadt angrenzenden Freizeitparks, des Vinzenzparks, des historischen Friedhofs an der Rheinberger Straße, des Wanderwegs entlang des Moersbachs von Holderberg bis Repelen, des Jungbornparks mit dem Repelener Meer, des Waldsees in Eick-Ost, das Erholungsgebiet Schwafheim, der Lauersforter Wald und der so genannte Rote Weg als Radfahr- und Wanderweg sind hier zu benennen. Der Freiraum in der Natur trägt wesentlich zur Aufenthalts- und Erholungsfunktion für den Menschen bei.

Die FBM steht für den Erhalt und Entwicklung dieser Park- und Freizeitflächen.

Kontrovers wird in der Moerser Gesellschaft das Grillen und Fahrradfahren im Freizeitpark diskutiert.

Die Freie Bürgerliste Moers unterstützt das Grillen im Freizeitpark. Dies gilt aber nur für die ausgewiesenen Grillbereiche. Die Grillreste und der Müll müssen selbstverständlich vollständig entsorgt werden. Wer diese Regeln missachtet muss entsprechend mit empfindlichen Bußgeldern und den Kosten für die Müllbeseitigung belegt werden. Ebenfalls muss das wilde Parken an der Krefelder Straße in Hülsdonk sanktioniert werden, wenn die Menschen den Freizeitpark nutzen.

Das Fahrradfahren durch den Freizeitpark wird von der Freien Bürgerliste Moers befürwortet. Dies ist unter anderem auch eine Erleichterung für die Schülerinnen und Schüler aus Hülsdonk, um das Gymnasium Filder Benden, die Realschule oder das Mercator-Berufskolleg zu erreichen. Wir erwarten natürlich ein angepasstes und rücksichtsvolles Verhalten der Radfahrer.

Ein besonderes Augenmerk gilt unserem Baudenkmal Schlosspark mit den angrenzenden Wall- und Grabenanlagen. Das alte Landratsamt, das Haus der Wittfeldschen Heilanstalten (Weißes Haus), das Terheydenhaus, Henriettendenkmal, Schloss und Pulverhäuschen werden mit der Schaffung einer geschlossenen Platzgestaltung aufgewertet und damit ein zentraler Punkt im historischen Moers.

 

Sport

Sportliche Betätigung steht für Lebensfreude, gesellschaftlichen Zusammenhalt, Leistungsbereitschaft und Fairness. Die FBM unterstützt daher die Durchsetzung dieser Ziele und Werte.

Sport hat nicht nur einen hohen Freizeitwert, sondern fördert ebenso die Persönlichkeitsbildung und das menschliche Miteinander. Die FBM setzt sich daher besonders für die Förderung von Sport- und Erholungseinrichtungen sowie des Schulsports ein.

In Moers haben wir immer ein besonderes Augenmerk auf den Jugendsport im Bereich Schwimmen und Eislaufen gesetzt. So hat das bürgerschaftliche Engagement zum Erhalt und die Ertüchtigung der Eissporthalle geführt.

Ebenso kämpft die FBM weiterhin für den Erhalt der historischen Badeanstalt Bettenkamper Meer.